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Pressetext – automatik wiesel oder: k wie krachen
automatik.wiesel – das 2. Studioalbum der Wiener Punkrocker kpunkt
automatik.wiesel ist deutschsprachiger Indie-Punkrock. Die Musik: roh und schmutzig. Die Texte: sozialkritisch und frech.
War das vorhergehende erste kpunkt-Album noch stark pop-lastig, gibt es nunmehr mit dem zweiten Album keine Kompromisse mehr. Die Band hat endlich einen gemeinsamen Punkt gefunden, von dem aus gestartet werden soll – und dieser “kpunkt” steht weniger für den (aus der Skispringersprache) bekannten kritischen Punkt, sondern vielmehr für einen krachenden Punkt. Denn krachen lassen wird es die Band definitiv, das zeigt schon unmissverständlich das aktuelle Album, das auf geradlinigen Punkrock europäischer Tradition, mit unverkennbarer Orientierung an aktuellen Schwedischen Bands à la Hives und Mando Diao, setzt und damit in Österreich gänzlich neues Terrain beschreitet.
Lange waren sie dann auch im Studio, die Jungs von kpunkt, um für automatik.wiesel den ihnen vorschwebenden idealen Sound zu finden. So genaue Vorstellungen die vier kpunkte allerdings von diesem speziellen Sound hatten, so schwierig war es dann doch, diesen zu erlangen. Also wurde über mehrere Monate hin tage- und nächtelang getüftelt, Tracks aufgenommen, wieder verworfen, neu gemischt, wieder neu gemischt, der ursprünglich geplante Releasetermin verschoben – bis endlich allen alles passte.
Das Ergebnis: ein unverwechselbarer roher Sound mit schnörkellosem Punkrock, der stark von der raffinierten Gitarre des musikalischen Masterminds Jan geprägt wird, getrieben von Julys energiegeladenem Drum-Style und Daniels Basslines.
Mindestens ebenso viel Herzblut wie in Musik und Sound freilich steckt in den Texten von Sänger James, die sicherlich so manchem Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen aus der Seele sprechen und einen Spiegel vor Augen halten – Gesellschaftskritik wie etwa in der ersten Singleauskoppelung Nichts passiert oder Marktlückenrevolution trifft auf Alltagsbeobachtungen (Prost) ebenso wie auf die allbekannten Konflikte mit dem anderen Geschlecht (I Love You Darling, Gender?), all das kurz und treffend auf den Punkt gebracht, frei von Pathos dafür aber immer wieder mit einem Augenzwinkern.
kpunkt live muss man natürlich auch gesehen haben.
Seit der Bandgründung im Jahr 2002 in der Wiener Liveszene und mittlerweile auch in den übrigen Bundesländern umtriebig, spielen sie ihre Bühnenerfahrung aus ohne jemals allzu routiniert zu wirken. Der charismatische Sänger James fegt wie ein Wirbelwind über die Bühne und hat die Menge während seiner schweisstreibenden Show voll im Griff, während die Band sich die Seele aus dem Leib spielt, dass es eine Freude ist.
Dementsprechend verdient war dann auch 2005 der 3. Platz im Protestsongcontest-Finale, der begeisterte Jurymitglieder wie Andrea Maria Dusl, Martin Blumenau oder Hansi Lang, der am liebsten gleich ein Label für die vier gegründet hätte, zurück ließ.